VPN im Home Office – wie funktioniert das?

Dieser Artikel hat einen Sound: Pshhhkkkkkkrrrrkakingkakingkakingtshchchchchchchchcch *ding*ding*ding*ding“. Der Sound des Dial-Up-56k-Modems.

Wir leben im Jahr 2020. Die Straßen sind menschenleer. Drohnen überwachen Ausgangssperren. Drohnen düsen in Gruppen laufende Menschen mit Desinfektionsmitteln an. In den USA versucht ein faschistisch inspirierter Clown die Gewaltenteilung abzuschaffen. Konferenzen laufen per Video über die mysteriöse Cloud. Zentral im Geschehen eine Technik, die wirkt wie aus dem Jahr 1996 hierher verirrt: Pshhhkkkkkkrrrrkakingkakingkakingtshchchchchchchchcch *ding*ding*ding*ding“.

VPN – das Virtual Private Network. Die Technik, die Millionen von Home-Arbeitern mit ihrem Unternehmen und dem Intranet verbindet. Eine Technik, die wirkt wie aus dem Jahr 1996. Eine Technik, die der Microsoft-Angestellten Gurdeep Singh-Pall im Jahr 1996 entwickelte.

Wenn ich im Home Office sitze, starte ich den VPN-Client. Dieser funkt den Server an. Der Server antwortet. Beide verständigen sich „tshchchchchchchchcch“. Die Verbindung kommt zustande *ding*ding*ding*ding“. VPN nimmt eine seltsame Zwitterstellung ein: in Funktion und Aufbau deutlich näher dem 1990er-Internet als heute. In Zeiten von Remote Working und Arbeitsnomaden zeitgemäß wie nie.

Wie funktioniert das?

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Screenshot Twitter.Top-Empfehlung. Wüste Diskussionen zu Wagenknecht.

Wie Twitter in den Wahnsinn treibt

@kellerkind71, die auf eine unprätentiöse Art meinen Horizont erweitert. Die die Fragen an Leben und Politik stellt, vor denen ich zurückweiche. @mtwirth, neben @presroi meine älteste Internetbekanntschaft, die auf ihr 20-jähriges Jubiläum zugeht. Diesen Sommer wird es soweit sein. @Fischblog, der stete Quell von Fakten wie Verkehrsunfällen, @Schwimmblog, die ultimative Kennerin der Berliner Schwimmlandschaft. Die Schwimmblase. @brodnig, die klügste deutschsprachige Stimme zum Geschehen im Internet, @zeynep, die klügste Stimme zum Geschehen im Internet.

Den Kontakt zu ihnen, verdanke ich der Social-Media-Plattform-Twitter. Und die 700 anderen Accounts denen ich Folge, die mir Freude, Infos, Sinn und Horizonterweiterung gaben. Durch Twitter lernte ich Menschen kennen und schätzen. Mehr als eine unserer Real-Life-Aktivität und Freizeitveranstaltung nahm ihren Ursprung auf Twitter. So hätte die Veranstaltung Wikipedia:Ahoi ohne Twitter nie stattgefunden.

Die Plattform schien wie eine unschuldige Idee. Schreibe in das Internet. Benutze höchstens 140 Zeichen. Das war 2006 die Revolution. Er erschuf die schnellste, aktuellste Internetplattform, die es je gab. Leider mutierte sie. Was eine Plattform für schnelle Horizonterweiterung, spielerischen Schlagabtausch und Gedankenspiele war, mutierte zum Brei aus schlechter Laune, Aggressionen und der Wiederholung des immer gleichen.

Ich folge auf Twitter einer sorgfältig gewählten Auswahl aus geistreichen, gebildeten, umfangreich interessierten Menschen. Der Brei, den der Twitter-Algorithmus daraus zusammen mischt mutiert immer mehr zu einer Ansammlung schlechter Laune, von Geschreie und mäßigen Witzchen. Ich will nicht mehr. Meine persönlichen Verluste durch Twitter-Abstinenz sind erheblich. Dennoch verbringe ich seit Jahreswechsel kaum Zeit dort. Es treibt mich in den Wahnsinn. Nicht nur mich, Twitter verbreitet systemisch Wahnsinn. Es treibt Menschen in die nervliche Überlastung.

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