Random Key Veracrypt

Edward Snowden, Choplifter und Verschlüsselung

Edward Snowden – Permanent Record Metropolitan Books 2019 ISBN 978-1-250-23723-1.

Deutsche AusgabePermanent Record. Meine Geschichte. S. Fischer 2019 ISBN 978-3-10-397482-9.

„Eine halbe Minute, ach was eine Minute, bin ich mit der Mouse über das Feld gefahren, um das Veracrypt-Passwort zu generieren. Aber Keepass war richtig glücklich. Das einzige Passwort, das wirklich grün war, wo Keepass leuchtete.“

DJ Hüpfburg strahlte, als sie mir ihre Back-Up-Vorrichtungen erzählt. Sie war stolz. Jeden Monat werden alle Dateien auf eine externe Festplatte geschaufelt, die sonst von Sytem und Strom getrennt ist. „Ich habe mir richtig Mühe gegeben. Das wird alles per Batch gesammelt, gezippt, in ein Verzeichnis geschaufelt und ich kann währenddessen zusehen.“

„Dann kamen mir Zweifel. Google sagt ja ‚nur Daten, die dreimal an drei verschiedenen Orten gespeichert sind, existieren wirklich‘.“

Und die Festplatte liegt in derselben Wohnung. Wenn es brennt, kann ich immer noch Pech haben. Also habe ich mich doch für eine Cloud-Lösung-entschieden. Aber verschlüsselt. Es ist immer ein Fünf-Gigabyte-Veracrypt-Container. Und wenn jemand den Schlüssel nicht hat, ist es nur Datenmüll.“

Wir trafen uns in strahlendem Sonnenschein bei gebührendem Abstand im Tempelhofer Hafen. Hüpfburg hatte die Asia-Box B3 in der Hand. Ich sah die Kormorane in der Sonne trocknen. Ich verfolgte mit Blicken das Lehr-Bötchen, auf dem anscheinend wieder Bootsfahrkurse für Anfänger stattfanden. Die Welt löste sich aus der Corona-Erstarrung. Vorsichtig, immer in Angst, etwas kaputt zu machen.

Ich hatte gerade die letzte halbe Stunde freitäglicher fast-Arbeit hinter mir. Ihr kennt das, dieses Ende, wenn man nicht mehr 100% arbeitet aber, auch noch nicht frei hat. Hüpfburg hat eh Zeit. Das Hochzeitswebseitenbusiness leidet, wenn coronabedingt eine Hälfte der Verlobte die Hochzeiten verschiebt und die andere Hälfte das Fest in kleinster Runde abhält.

Während sie erzählte, packte ich Ed Snowdens „Permanent Record“ weg, das fast gelesen neben mir lag. Ich wollte wissen, wie Hüpfburg ihr Backup macht. Immerhin macht sie das, was ich gerne veranstalten würde, aber bisher zu faul war. Mein Backup läuft rustikaler ab.

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Kulturgeschichte des Virtual Desktops

Zähl den Corona. „Eins, zwei, zu viele.“ Läuft noch jemand ohne Home-Office-Joggingshosenwitz herum? Meine Vorstellungskraft beflügelte die Nachricht, dass bekannte Kinder seit Tagen in Unterhosen und Feuerwehruniform durch die Gegend laufen. Wir stellen uns alle Kollegen in Unterhose mit Feuerwehrhelm vor. Oder besser nicht.

Noch ein Leser, der keinen Mönch zitiert hat, welcher sagt, man solle viermal am Tag Joga machen, weil man andernfalls spontanverwahrlost? Sind die abschließenden Fragen der Videokonferenz-Etikette geklärt? Wurde das Heim-Wlan so aufgerüstet, dass es ohne Wackeln läuft? Fragen für das Home Office. Aber diese Fragen stelle ich nicht.

Fangt ihr an zu schreien, wenn ihr das Wort „Home Office“ hört? Gehen Euch die Mitbewohner auf die Nerven?

Dann wird es Zeit für die Kopfschmerzthemen. Die Themen, die die Gedanken auf die nervenden Aspekte fokussieren: Was passiert technisch?

Meine Frage, die ich angehe: Was passiert zwischen Home Office und Unternehmen? Wie kommt das Office ins Home? Wie die Unternehmensdaten? Wie kann ich gemeinsam mit Kollegen an vertraulichen Dokumenten arbeiten.

Sofern nicht die komplette Infrastruktur in „die Cloud“ abgewandert ist, stellt die Verbindung via VPN das Alltagsgeschäft des Home Offices dar. Der Rechner im Zuhause und das Intranet stellen eine verschlüsselte Verbindung auf. Datenpakete fließen vom Home zum Server und wieder zurück. Das ist der Alltag für die meisten.

Aber es ist nicht der einzige Weg.Es existieren zahlreiche weitere Lösungen. Mir hat es jetzt eine Nische angetan: der virtuelle Desktop.

Was ist ein virtueller Desktop?

Ein virtueller Desktop ist ein Desktop, der nicht existiert. Es ist eine Oberfläche, die den Anschein erweckt, ein normaler Windows-PC zu sein. Aber in Wahrheit lebt der virtuelle Desktop im Serverschrank.

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